Damit Sie beim Fernsehen die volle Auswahl haben

Die vielen 100 Fernsehprogramme, die hierzulande angeboten werden, gelangen über verschiedenste Träger ins Haus. Die altbekannte Fernsehantenne, die noch vor Jahren jedes Hausdach zierte, hat ausgedient. Jedenfalls, was das analoge Fernsehen betrifft. Es gibt über Antenne noch nur noch digitales Fernsehen, über Kabel analoges und digitales.

Aber auch das nicht mehr lange. Das digitale Fernsehen über Antenne (DVB-T) hat zu einer Renaissance der Fernsehantennen auf dem Dach geführt. Wer noch eine alte Antenne für das 2. Programm rumliegen hat, kann diese nunmehr verwenden. Mit einer Antenne können, über einen für DVB-T geeigneten Verteilerverstärker, beliebig viele Fernsehgeräte angeschlossen werden.

Vorausgesetzt, im Haus ist von diesem Verteilerverstärker zu jedem einzelnen Empfangsgerät ein doppelt abgeschirmtes breitbandiges Kabel verlegt worden. Das ist für viele Einfamilienhäuser, die nicht nach neuestem Standard errichtet wurden, ein Problem. Also müssen Kabel durch Wände gezogen, Kanäle genagelt werden.

4fach LNB

Bei einer Satellitenschüssel heißt das Gerät, mit dem die Signale des Satelliten aufgefangen werden, LNB. Für jedes angeschlossene Fernsehgerät muss es einen Anschluss am LNB geben. Da es, technisch vorgegeben, höchstens einen 4fach LNB gibt, können in einem Einfamilienhaus auf diese Weise maximal 4 Fernsehgeräte angeschlossen werden. Alle mit einem extra Kabel vom Fernsehgerät zum LNB. Wer mehr Geräte betreiben möchte, benötigt eine zusätzliche Satellitenschüssel mit entsprechendem LNB. Wobei bei der Anzahl der Geräte bedenken ist, dass auch ein Videorekorder ein Fernsehempfangsgerät ist. Leider ist ein Splitten des Fernsehsignals, wie es beispielsweise bei DVB-T möglich ist, bei Satellitenversorgung so nicht möglich.

Kabelfernsehen

Wer das Fernsehsignal von einem Kabelkanalanbieter bezieht, erhält es nicht kostenfrei. Im Gegensatz zu DVB-T oder Satellit. Die Anbieter liefern beim Kabelfernsehen maximal 2 Kabeldosen pro Haushalt, die sie sich auch extra bezahlen lassen. Von diesen ist jeweils noch eine weitere Verteilung mittels Antennenverteiler möglich, allerdings mit Qualitätseinbußen. Der Antennenverteiler muss für Kabelfernsehen geeignet sein, eine entsprechende Bandbreite haben und eine regelbare Verstärkung.

Zudem müssen sämtliche vom und zum Antennenverteiler gehenden Kabel doppelt geschirmt sein. Wegen der hohen Frequenzen und großen Bandbreite dieser Kabelsysteme ist hier oftmals eine Installation beziehungsweise Einmessen durch Fachleute erforderlich. Ansonsten kann es Aussetzer, aber auf jeden Fall Probleme beim HD Fernsehen geben.