Ohne Insekten geht es nicht

Es kann niemand leugnen, dass wir Menschen ohne die Insekten auf der Erde nicht überleben könnten. Denn sie sind es, die für uns alle Pflanzen bestäuben. Ohne diesen Dienst wäre die Erde bereits kahl, da nichts mehr gedeihen könnte. Daher ist es unsere Pflicht, die Insekten zu unterstützen. Dies kann auf vielfältige Art geschehen.

Das Insektenhotel

insect-999534_640Insekten haben in der heutigen Welt oft Schwierigkeiten, Unterschlupf zu finden. Zu sehr sind die Gärtner darauf bedacht, dass jeglicher biologischer Abfall schnell auf den Kompost oder in die Biotonne verschwindet. Doch damit verschwinden leider auch die möglichen Nistplätze der kleinen Krabbeltiere. Das Insektenhotel ist nun eine Zusammenstellung von Unterschlupfmöglichkeiten für verschiedene Insektenarten.

Es wird in einem Holzrahmen oder ähnlichem zusammengefasst und an einem geeigneten Ort aufgestellt. Dies kann auch auf kleinem Raum, beispielsweise einem Balkon, geschehen. Dann ist das Insektenhotel halt ein wenig kleiner gehalten. Wer keinen Balkon hat, kann den Hausbesitzer fragen, ob er das Insektenhotel an der Hauswand anbringen darf. Je mehr davon an den Hauswänden angebracht werden, egal ob Stadt oder Land, desto besser können die Insekten überleben.

Welche Unterkunft für welches Insekt?

Der Ohrwurm, als Allesfresser, kann gewissermaßen überall leben. Gerne verkriecht er sich in „flauschige“, dunkle Ecken. Daher ist es recht einfach, ihm mit Hilfe eines Tontopfes, ein wenig Stroh oder Holzwolle und eines Holzstabes ein neues Zuhause zu schaffen. Der Topf wird mit dem Stroh gefüllt und mit einem Stück Kaninchendraht darin gehalten. Nun wird der Topf auf den Stab gestülpt, befestigt und im Blumenbeet oder nahe einer Hecke in den Boden gesteckt. Gerne hält er nun die Larven von verschiedenen Wildinsekten in einer angemessenen Zahl.

Schwebfliegen und Wildbienen bauen ihre Nester gerne in harten Hölzern, wenn Nistgänge vorhanden sind. Sind keine vorhanden, können wir Hartholz entsprechend präparieren. Hierzu werden unterschiedlich große Löcher in ein Stück Hartholz gebohrt. Auch die Länge kann variieren. Sie sollten zwischen 5 und 10 cm lang sein. Der Durchmesser liegt bei 2 bis 10 mm. Wichtig ist, dass das Holz nicht durchbohrt wird. Zudem müssen die Innenwände glatt sein. Hat das Insekt beim Inspizieren das Gefühl, es könnte sich die Flügel beschädigen, wird es den Gang nicht annehmen.

Auch ein Haufen morsches Holz sollte im Garten verbleiben. Dort nisten sich besonders gerne die Holzbiene und die Pelzbiene ein. Einige andere Wildbienen sowie Grabwespen benötigen weiche, leicht zu bewegende Erde. Denn dort legen sie ihre Eier ab.