Was brauchen Pflanzen im Winterquartier?

Der Sommer ist vorbei und der Herbst hat es auch beinahe geschafft. Nun ist es an der Zeit, die letzten Pflanzen in ihr Winterquartier zu bringen. Denn dort sollen sie frostfrei überwintern. Und im Frühjahr holen wir sie erholt aus dem Winterschlaf. Aber in der Zwischenzeit kann man sie sich selbst überlassen, oder nicht?

Die vergessenen „Kinder“

winter-651050_640Wird ein Winterquartier gesucht, so eignen sich neben dem Gewächshaus, über das aber nicht jeder verfügt, auch die Garage, das Gartenhaus, der Keller oder der gut gedämmte Dachboden. Doch vergessen darf man seine Schätze hier nicht. Schimmel und Schädlinge würden sich sonst der Pflanzen bemächtigen. Nun muss an dieser Stelle aber angeführt werden, dass jede Kübel- oder Balkonpflanze eine andere Winterpflege benötigt. Diese ist im Zweifelsfall einzeln zu erkunden.

Generell ist es ausreichend, wenn die, aufgrund von Lichtmangel und Kälte, geschwächten Pflanzen in regelmäßigen Abständen untersucht werden. Besonders ist auf Schild- und Wollläuse, aber auch Blattläuse zu achten. Ebenso lässt sich ein vermehrtes Auftreten von Grauschimmel bemerken. Nimmt dieser Überhand an, bleibt nichts anderes übrig, als auch im Winter die Erde auszutauschen. Die Läuseplage lässt sich mit dem Föhn, Knoblauch oder, wenn es sich nur um wenige Pflanzen handelt, einem ausgiebigen Wasserbad beikommen.

Ruhepause mit Wachstum

Auch wenn Kübelpflanzen den Winter als Ruhepause ansehen, wachsen sie dennoch weiter. Sind sie im Halbdunkel mit geringen Temperaturen und einer eher mangelhaften Nährstoffversorgung untergebracht, werden diese Triebe aber eher dünn, hell, lang und unansehnlich. Sie dürfen unter anderem aus diesen Gründen gerne abgeschnitten werden.

Abgestorbene Blätter oder verwelkte Blüten sollten akribisch abgesammelt und in der Mülltonne entsorgt werden. Dies schützt vor eventuellen Krankheiten. Alle Pflanzen im Winterquartier werden es begrüßen, wenn an frostfreien Tagen gut gelüftet wird.

Die Frage nach dem Wasserbedarf der Pflanzen ist nicht einfach zu beantworten. Denn er hängt von verschiedenen Kriterien ab: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Lichtverhältnisse, aber auch die Größe des Überwinterungsgefässes. Am besten wird es sein, in regelmäßigen Abständen den obligatorischen Fingertest durchzuführen. Nur so lässt sich genau sagen, welche Pflanze Wasser benötigt und welche nicht.

Zudem gilt die Regel, dass eher sparsam gegossen wird. Wird zuviel gegossen, faulen die Wurzeln. Des weiteren ist darauf zu achten, dass die Blätter der Pflanzen trocken bleiben, da sie nur sehr langsam wieder abtrocknen würden. Dies würde einen Pilzbefall begünstigen. Gedüngt wird übrigens im Winter nicht. Dafür sollte aber darauf geachtet werden, dass das Winterquartier auch nur so lange bewohnt ist, wie es unbedingt notwendig ist.